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Die Maximilianhöfe in München
Es gibt Plätze in München, die sind wie Kulissen. An guten Tagen entstehen dort Illusionen. Die Illusion, man sei im Süden. Und die Illusion, es gäbe nur gute Tage. Eine dieser Kulissenstraßen ist die Maximilianstraße, die seit kurzem um eine Attraktion reicher ist: die Maximilianhöfe. Der Salpeterhof ist Entree für die drei Einzelbauten am Marstallplatz Süd: für den Bürkleinbau, den Maximilianhof und das Probengebäude der Oper. Die Fassaden sind aus transparentem oder transluzentem Glas und aus beschichtetem Aluminium. Die Fassadenfelder sind in ähnliche hochrechteckige Formate unterteilt. Neben allem Verbindendem der drei Gebäude ist jedes für sich besonders: der Bürkleinbau mit seiner rekonstruierten historischen Fassade, der Maximilianhof mit der integrierten historischen Säulenhalle und das Probengebäude mit einer alufarbigen Verkleidung.
Die Berliner Architekten Gewers Kühn + Kühn, die aus der Schule von Richard Rogers und von Norman Foster kommen, haben eine gläserne Fassadensprache erfunden, die von jedem der drei Neubauten anders ausgesprochen wird. In der steinernen Berliner Innenstadt wären diese Fassaden nicht gestattet. In der Münchner Altstadt sind inzwischen mehrere Glasbauten entstanden.
Mehr dazu in der Januar-Ausgabe des Baumeister: B1/2004.
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© 2004 Baumeister, Zeitschrift für Architektur
Fotos: Claus Graubner, Berlin; Michael Heinrich, München; Boris Storz, München


