![]() KLEUSBERG > Modulbaugebäude am Tor zur Welt Referenzobjekte Neue Produkte | Neue Redaktionsmeldungen | Referenzobjekte | Newsletter 21. Okt 2005 Modulbaugebäude am Tor zur Welt |
Um mit diesen Zuwachszahlen Schritt halten zu können, sind ständige Erweiterungs-, Optimierungs- und Umbaumaßnahmen notwendig. Das Architekturbüro Müller, Keller, Lambeck (Hamburg und Berlin) hatte die verantwortungsvolle Aufgabe, das neue Betriebsgebäude (Interchange), das logistische Nervenzentrum von Eurogate, zu planen. Täglich werden hier bis zu 3000 LKW abgefertigt. Neben entsprechenden Zufahrtswegen und Abstellflächen entstand auch ein komplett neues Betriebsgebäude, das im Dezember 2004 zusammen mit dem Zentral-Gate offiziell eingeweiht wurde.
In dem vorderen, zweigeschossigen Gebäudeteil, dem so genannten Interchange Gebäude (IC), erfolgt die Abfertigung der ein- und ausfahrenden LKW, im zweiten Gebäudeteil sind Büro- und Betriebsräume sowie Umkleideräume mit umfangreicher Sanitärausstattung für insgesamt 390 Mitarbeiter von Eurogate untergebracht. Dieser Gebäudeteil wird in einem zweiten Bauabschnitt um weitere vier auf dann sechs Geschosse aufgestockt.
Das Gebäude wurde in Modulbauweise erstellt, einer Bauart, die sich im Industrie- und Gewerbebau mehr und mehr durchsetzt. Ein ungewöhnliches Gebäude an einem außergewöhnlichen Ort! Wir sprachen mit den Architekten Guido Lambeck und Moritz Müller über das 7 Millionen Euro Projekt.
Redaktion: Wie kam es zu der Entscheidung, das Gebäude in Modulbauweise und nicht in konventioneller Bauweise zu errichten?
Moritz Müller: Die Ausschreibung des Bauvorhabens erfolgte funktional, so dass keine Festlegung auf konventionelle oder modulare Bauweise vorgenommen wurde. Die knappe Zeitvorgabe für die Realisierung brachte den Modulbau als Alternative ins Spiel. Bei der Auswertung der Ausschreibung bestätigte sich, dass die modulare Bauweise nicht nur schneller, sondern tatsächlich auch günstiger war als die konventionelle Bauweise.
Redaktion: Funktionalität in ansprechender Optik verpackt könnte man das Gebäude so beschreiben?
Guido Lambeck: Das Gebäude ist ein moderner, klarer Zweckbau mit Zinkblechfassade. Bestimmte Fassadenelemente des Betriebsgebäudes und des IC-Gebäudes sind in Form von beschichteten Alucobondplatten in den Hausfarben von Eurogate, rot und blau, akzentuiert.
Beide Gebäudeteile werden durch große, mehrgeschossige Eingangshallen erschlossen. Geländer auf den Galerien und Treppenläufen sind Schiffsrelingen nachempfunden, die Flurtüren sind mit aus der Schifffahrt stammenden Beschlägen und Bullaugen versehen. Das Gebäude ist somit ein nicht an, sondern auf dem Eurokai längsseits gegangener, durchaus eleganter Stückgutfrachter.
Redaktion: Das Gebäude wurde ja ursprünglich nicht als Modulbau geplant. Ließen sich Ihre Vorstellungen und die hohen funktionalen Anforderungen denn ohne weiteres im Modulbau umsetzen?
Müller: Das haben wir uns anfangs auch gefragt. Natürlich war es nicht ganz einfach, in so kurzer Zeit ein Gebäude dieser Dimension zu erstellen, zumal die Gegebenheiten hier aufgrund des Baugrunds nicht unproblematisch waren. Auch mussten wir als Architekten zunächst ein paar sich durch die Modulbauweise ergebende Besonderheiten mit unserer architektonischen Vorstellung in Einklang bringen, was aber dank der wirklich ausgezeichneten Projektleitung der Firma Kleusberg vor Ort in Hamburg nahezu vollständig gelungen ist. Eine Zusammenarbeit, die in jedem Fall konstruktiv und erfolgreich war.
Redaktion: War Ihnen die Modulbauweise vor dem Eurogate-Projekt schon bekannt?
Müller: Sagen wir mal, man wusste, dass es sie gibt. Unsere bisherigen Planungsaufgaben lagen aber eher im innerstädtischen Wohn- und Gewerbebau, wo die modulare Bauweise bislang noch nicht so bekannt ist. Das neue Betriebsgebäude für Eurogate im Hamburger Hafen ist für uns in jeder Weise eine positive und interessante Erfahrung.
Redaktion: Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit der Firma Kleusberg empfunden? Gibt es grundsätzliche Unterschiede zu der Zusammenarbeit mit Unternehmen im konventionellen Bau?
Guido Lambeck: Nein, das sicher nicht. In beiden Bereichen arbeiten Leute, die ihr Fach verstehen. Was mich bei der Firma Kleusberg allerdings beeindruckt hat, war das hohe Maß an Flexibilität und Pragmatismus. Einige Bauteile, wie die Aufzugschächte oder die geschwungene Bodenplatte der Galerie wurden in Stahlbetonbauweise erstellt. Es galt also diese Schnittstellen vor Ort zu optimieren, was Kleusberg, in Person von Projektleiter Friedenberg, souverän gelöst hat.
Redaktion: Das hört sich so an, als wären Sie mit dem gesamten Ablauf und dem Resultat rundum zufrieden.
Müller: Wir können in diesem Falle natürlich nur für uns als Architekten sprechen, aber wir können sagen, dass der Qualitätsstandard der Firma Kleusberg durchaus den Eindruck bestätigt, den die Herren Kleusberg, Hansen und Friedenberg bei den Vergabeverhandlungen auf uns gemacht haben. Oder anders formuliert: Wir sind mit der Qualität des Gebäudes sehr zufrieden und freuen uns darauf, mit der Firma Kleusberg zusammen die Aufstockung des Hauses zu realisieren.
Vorteile von Modulgebäuden: Das Interchange-Gebäude im Hamburger Hafen wurde in Modulbauweise mit Stahlbeton-Treppenhäusern errichtet.
Der wesentliche Unterschied zwischen konventionellem Schlüsselfertigbau und Modulgebäude besteht in dem völlig anderen Erstellungskonzept. Anders als konventionell erstellte Gebäude entsteht der Rohbau in der Modulbauweise parallel zu den Gründungsarbeiten vor Ort bereits im Werk und nicht auf der Baustelle. Die Einzelmodule aus hochwertigen Materialien werden bei Kleusberg bereits in den Werkshallen mit den fertigen Außenwänden inkl. Fenstern hergestellt. Unmittelbar nach Fertigstellung der Gründung werden die Module vor Ort innerhalb weniger Tage montiert, so dass der Ausbau des witterungsdichten Rohbaus sofort beginnen kann. Das führt zu rekordverdächtigen Realisierungszeiten. So kann ein mehrgeschossiges Gebäude nach nur wenigen Wochen Ausbauzeit schon bezogen werden.
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| Datum | Beschreibung |
| Viergeschossiges Modulgebäude in Rekordzeit realisiert Kleusberg erstellt Erweiterungsbau für Theodor Mommsen Gymnasium | |
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