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19. Jan 2010

Solare TW-Erwärmung für Systeme mit Pufferspeicher

Zoombild
Solare Trinkwassererwärmung mit elektronischer Regelung für Heizsysteme mit Pufferspeicher
Warmwasserstationen werden eingesetzt, um in Heizungsanlagen mit Pufferspeicher das Trinkwasser im Durchlaufprinzip zu erwärmen. Diese Art der Trinkwassererwärmung bietet eine Reihe von Vorteilen:
Das Trinkwasser wird nur in der Menge erwärmt, die unmittelbar entnommen wird.
Der Verzicht auf eine Speicher-Bevorratung erfordert keine Maßnahmen gegen Legionellen-Vermehrung.
Das Trinkwasser muss nur auf die für den Verbrauch gewünschte Temperatur (z. B. 45 °C) erwärmt werden; dadurch ist gleichzeitig auch der Schutz vor Verbrühungsgefahr gewährleistet.
Aus dem Pufferspeicher wird zur Trinkwassererwärmung nur die Energiemenge entnommen, die für den tatsächlichen Warmwasserbedarf benötigt wird. Die im Speicher verbleibende Energie bleibt somit für die Raumheizung verfügbar.
Immer warmes Wasser und effiziente Solarnutzung
Mit der elektronisch geregelten Warmwasserstation Megafresh entfällt die Speicher-Bevorratung von erwärmtem Trinkwasser. Dafür sind bei geladenem Pufferspeicher große Warmwassermengen verfügbar. Die elektronisch geregelte Warmwasserstation erwärmt das Trinkwasser im Durchlaufverfahren über einen Plattenwärmetauscher aus Edelstahl. Auf der Primärseite sorgt die elektronische Regelung zudem für eine größtmögliche Temperaturdifferenz. Dies bewirkt stets niedrige Rücklauftemperaturen für den Pufferspeicher und verhindert darüber hinaus übermäßige Kalkausfällungen im Plattenwärmetauscher der Warmwasserstation.
Effiziente und sichere solare Trinkwarmwasserbereitung ohne Speicherbevorratung
Hohe Warmwasserleistung mit konstanter Temperatur
Die Warmwasserstation Megafresh erreicht beispielsweise bei einer eingestellten Zapftemperatur von 45 °C eine Warmwasserleistung von 40 l/min. Die Temperatur im Pufferspeicher sollte dafür mindestens 50 °C betragen. Höhere Heizwassertemperaturen im Pufferspeicher ermöglichen bei Bedarf entsprechend höhere Entnahmetemperaturen bis 55 °C.
Im Vergleich zur Bevorratung in Solar-Warmwasserspeichern haben höhere Speichertemperaturen jedoch keinen Einfluss auf die Entnahmetemperatur an der Zapfstelle. Die elektronische Regelung liefert unabhängig von einer hohen Heizwassertemperatur im Pufferspeicher gradgenau die eingestellte Warmwassertemperatur.
Verbrühschutz durch elektronische Temperaturregelung
Für eine konstante Auslauftemperatur sorgen der Direktsensor Tacocontrol und eine stufenlos von 12 bis 100 % modulierende Primärkreis-Umwälzpumpe. Die Regelung ermittelt über den digitalen Durchfluss- und Temperatursensor anhand der Messdaten für Temperatur und Durchflussmenge, mit welcher Drehzahl die Umwälzpumpe das Heizwasser durch den Wärmetauscher strömen lässt. Ohne zusätzliche Sicherheitseinrichtungen ist so der Nutzer gleichzeitig vor Verbrühungsgefahr geschützt.
Zoombild
Praxisbeispiel mit 100 % CO2-neutraler Wärmeerzeugung
Mit der Warmwasserstation Megafresh und der Energie aus 3000 l Pufferspeichervolumen wird ein Zweifamilienhaus mit angeschlossenem Landwirtschaftsbetrieb in Unterfranken mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. Als Energieträger dienen Stückholz und Solarwärme. Drei Pufferspeicher mit je 1000 Liter Inhalt speichern die Sonnenenergie, die über sechs Kollektoren vom Dach gewonnen wird. Die zusätzlich benötigte Heizwärme für das Zweifamilienhaus mit 300 m2 Wohnfläche wird durch einen Stückholzkessel geliefert. Mit der gespeicherten Solarenergie wird auch ein großer Teil des Warmwasserbedarfs gedeckt.
Für die Warmwasserversorgung setzte der SHK-Fachunternehmer Claus Grebner aus Königsberg anstelle eines Solar-Warmwasserspeichers auf die Trinkwassererwärmung über die externe Warmwasserstation mit Plattenwärmetauscher und drehzahlgeregelten Pumpen: "Bei einer Anlage mit Biomassekessel, Pufferspeicher und Solarwärme setzen wir generell Warmwasserstationen ein. Damit kann erstens die gespeicherte Solarwärme so effizient wie möglich für die Heizungsunterstützung genutzt werden, und zweitens hat der Nutzer warmes Wasser bedarfsgerecht und genau in der eingestellten Temperatur zur Verfügung", erklärt Claus Grebner.
In der Fachinformation 3/08: Hygienische Trinkwassererwärmung für Heizsysteme mit Pufferspeicher bietet Taconova ausführliche Informationen zum Thema.

Die Fachinformation kann direkt über das Anforderungsformular angefordert oder unter www.taconova.de abgerufen werden.
Die Vollentsalzungspatrone zur Heizungswasseraufbereitung entspricht der VDI-Richtlinie 2035
Große Heizwassermenge durch Pufferspeichervolumen
Bei Heizungsanlagen mit Pufferspeicher wie beispielsweise Solarwärmeanlagen und Heizsystemen mit Biomasse-Heizkesseln (z. B. Pellets, Stückholz), Wärmepumpen oder Klein-BHKWs vergrößert sich durch das Puffervolumen die benötigte Füllwassermenge erheblich.
Für das Befüllen der Heizungsanlage fordert die seit 2005 geltende novellierte Fassung der VDI-Richtlinie 2035 sowohl für die Erstbefüllung als auch zur Nachfüllung die Verwendung von aufbereitetem Füllwasser. Einige Hersteller von Heizkesseln und Heizgeräten stellen in ihren Betriebs- und Wartungsanleitungen bereits Anforderungen an die Qualität des Füll- und Ergänzungswassers entsprechend dieser Richtlinie. Die Konsequenz daraus ist, dass im Schadensfall die VDI-Richtlinie 2035 zur Beurteilung herangezogen wird. Die erstmalige Befüllung einer Heizungsanlage kann damit zum Gewährleistungsrisiko werden.
Schutz vor Kalk und Korrosion in einem Arbeitsgang
Mit der Befüllpatrone Megafill bietet Taconova eine anschluss- und gebrauchsfertige Vollentsalzungspatrone zur Heizungswasseraufbereitung entsprechend der VDI-Richtlinie 2035 Blatt 1 und 2. Neu ist eine Ausführung der Entmineralisierungseinheit Megafill für die Füllwasserbehandlung von Heizsystemen mit Pufferspeichern, mit der im Vergleich zur Normalausführung die vierfache Füllwassermenge behandelt werden kann.
Die Wasserhärte lässt sich mit der Befülleinheit Megafill auf jeden geforderten Wert bis < 0,1 °dH reduzieren. Das Austauscherharz entfernt sowohl die Härtebildner als auch korrosiv wirkende Salze. Damit wird einerseits die Bildung von Kesselstein vermieden, zusätzlich bewirkt das Entsalzungsverfahren eine umfassende Korrosionsschutzwirkung für das gesamte Heizsystem.

Sonstige Neuheiten von Taconova

DatumBeschreibung
7. Sep 2010Praxisgerechte Fachinformation zum hydraulischen Abgleich

Sonstige Neuheiten von Taconova

Siehe auch:

4. - Heizung / Sanitär / Raumlufttechnik
40 - Heiz- / Klima- / Lüftungstechnik / Solaranlagen
40.01 - Wärmeerzeuger / zentrale Einrichtungen
40.01.01 - Erdwärme
  44 - Wasser- und Gasinstallationstechnik
44.02 - Wasser
44.02.01 - Heißwasserbereiter