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29. Mrz 2010

Fest verankert in der Erde, ein Lärmschutzwall der mehr kann.

Zoombild
Ein Lärmschutzwall der mehr kann, als die Anwohner vor der Betriebsamkeit des Müllkraftheizwerks in Schwandorf bei Regensburg zu schützen: ein ganzes Verwaltungsgebäude ließen die Architekten in dem Wall verschwinden.
Die Aufgabe für das Architektur-Design-Labor archimedialab stand fest: Der Entwurf für das neue Verwaltungsgebäude für den Zweckverband Müllverwertung in Schwandorf sollte gleichzeitig auch eine Neuordnung des gesamten Betriebsgeländes und eine Konzeption für die späteren Erweiterung mit Technik- und Werkstattgebäude berücksichtigen. Und neben den Räumen der Verwaltung wurde auch ein repräsentativer Sitzungssaal für Versammlungen des Verbandes und als Informationszentrum der Besuchergruppen gefordert.
Zoombild
Das oberste Geschoss des Gebäudes entfaltet sich aus dem Wall und kragt bis zu 20 m frei aus.
Im Architekteninterview beschreibt Bernd Lederle (archimedialab, Stuttgart) die Verbindung von Gebäude und Landschaft:
“Die Überlagerung von Lärmschutzwall und Gebäude macht dieses gesamte Ensemble auf verschiedenen Ebenen als Landschaft begehbar und erfahrbar. Die Büros des Verwaltungsgebäudes sind in den Wall hinein modelliert und öffnen sich nach Süden. Die Aufenthalts- und Besprechungsbereiche dieser Büros stoßen durch den Lärmschutzwall hindurch und schaffen städtebauliche Bezüge zum Betriebsgelände und der angrenzenden Ortsanlage Dachelhofen auf der anderen Seite. Aus dieser neuen Landschaft heraus faltet sich über den Büros das Besucherfoyer aus dem Wall und balanciert mit dem Sitzungssaal bis zu 20 m frei auskragend über dem Gelände. Dieses nach Südosten komplett verglaste Obergeschoss ermöglicht mit einem Panoramablick eine Reflexion über die gesamte Anlage.”
Zoombild
Das gesamte Betriebsgelände mit seinen topographischen Eigenheiten wurde in die neue Struktur eingearbeitet.
Hohe konstruktive Herausforderungen für Planer und Ausführende
Die Einbettung des Gebäudes in den 45 Grad steilen Lärmschutzwall bedurfte einer speziell entwickelten Aufbaumischung für den Wall, die den Gebäudekomplex auf 6 m über Straßenniveau stabil verankert aber auch eine homogene Vegetation zulässt und ausreichend Wasser für die Bepflanzung speichert.
Ein Haupanliegen des Entwurfes war es, dass man von außen nirgends an Erscheinung und Vegetation erkennt, wo genau im Wall das Gebäude sich befindet.
Zoombild
Das Parkett der oberen Ebene nimmt die Biegung der Holzkonstruktion auf.
Die Konstruktion des auskragenden Sitzungssaals erforderte viel Geschick und Erfahrung bei den beteiligten Firmen.
Dazu Bernd Lederle: “Da sich das gesamte Gebäude dynamisch aus dem ansteigenden und leicht gekrümmten Wall heraus entwickelt, verändert sich die Geometrie der Konstruktion ebenfalls über die gesamte Länge. Das rautenförmige Holztragwerk der oberen Ebene folgt dieser sich stets ändernden Geometrie mit stetig zunehmenden Radien und ist dabei noch in allen Richtungen der Form folgend gefräst. Selbst das Parkett der oberen Ebene nimmt den Schwung der Holzkonstruktion auf, löst sich in großem Radius vom Boden und faltet sich entlang des gesamten Geschosses in Richtung Dach. Auch der darunterliegende Spannbetontisch stellte, vor allem aufgrund der weiten Auskragungen in alle Richtungen und durch die radiale Geometrie mit den erforderlichen großen Öffnungen für Lufträume und Treppen, einige Anforderungen an Planer und ausführende Firmen.”
Das Haushalten mit den Ressourcen hat höchste Priorität
Elektronische Steuerungen für Urinale und am Waschtisch sind hygienisch und besonders sparsam, weil die Wasserabgabe bedarfsgerecht ausgelöst wird. Am WC begrenzt die 2-Mengen-Spülung den Wasserverbrauch.
Umweltschutz und die Schonung der Ressourcen sind in der Schwandorfer Müllverwertung zentrale Themen. Das gilt auch für den Einsatz von Wasser in den Sanitärräumen. Elektronische Steuerungen reagieren hier auf die Anwesenheit der Besucher und geben das Wasser bedarfsgerecht ab. Das elektronische „Auge“ erkennt via Infrarot-Strahl, wenn sich ein Nutzer am Waschtisch oder am Urinal befindet; der Fluss stoppt automatisch, wenn er sich wieder entfernt oder aber spätestens nach einer variabel einzustellenden Laufzeit.
„Die Armatur Europlus E, die in den Bädern des Verwaltungsgebäudes im Einsatz ist, senkt den Verbrauch von Wasser und Energie am Waschtisch nachweislich sehr deutlich. Denn das Wasser läuft nur, wenn es wirklich gebraucht wird. Das bedeutet, dass für die Temperaturmischung auch nicht mehr Wasser erwärmt wird als nötig. Dadurch sinken auch die Energiekosten“, erklärt Jürgen Schrepfer, GROHE-Objektmanager.
Bei der Beratung von Betreibern größerer Objekte legt GROHE besonderen Wert auf nachhaltige Konzepte. GROHE Produkte verfügen über vielfältige Eigenschaften zum Wassersparen.
Hilfe für Ihr eigenes Projekt
Das GROHE Angebots- und Planungsservice-Team hilft Ihnen bei Planung, Kalkulation und Ausschreibungsbearbeitung Ihres eigenen Projekts.
Daten, die Sie bei der Planung anspruchsvoller Bäder unterstützen, sind unter www.mygrohe.de in verschiedenen Formaten erhältlich.


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