![]() Deutsche Kahneisen Gesellschaft > Befestigung der Arbeitsebene bei einer der modernsten Gepäckförderanlagen Neuheiten Neue Produkte | Neue Redaktionsmeldungen | Referenzobjekte | Newsletter 21. Okt 2010 Befestigung der Arbeitsebene bei einer der modernsten Gepäckförderanlagen |

Zwischenebene der Gepäckförderanlage (3)
Der Flughafen Berlin-Schönefeld wird im Zuge des Ausbaus
zum Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) um eine Fläche von
970 ha auf 1.470 ha erweitert. Das Konzept sieht einen Flughafen der kurzen
Wege vor, bei dem zwischen den beiden Start- und Landebahnen das Fluggastterminal
liegt. Das operative Herzstück des neuen Fluggastterminals ist eine automatische
Gepäckförder- und Sortieranlage.
Die Gepäckförderanlage befindet sich in der Mitte
des Fluggastterminals, dessen Rohbau- Los 1 und 2 – von einem der großen
Bauunternehmen in Deutschland, der BAM Deutschland GmbH, realisiert wird.
Mit Beginn des Flugverkehrs wird die Gepäckförderanlage zunächst
eine Sortierleistung von 10.000 Gepäckstücken in der Stunde haben.
Damit können bis zu 25 Millionen Passagiere im Jahr problemlos abgefertigt
werden. Darüber hinaus ist die Anlage bedarfsgerecht erweiterbar, so
dass je nach Passagierentwicklung die Sortierleistung modular angepasst werden
kann.
Den Zuschlag für die Planung und den Bau erhielt Vanderlande
Industries, der Weltmarktführer im Bereich Gepäcksortierung. Die
Gesamtlänge der Förderbänder beträgt zehn Kilometer. Vanderlande
Industries zog in der 20.000 Quadratmeter großen Gepäckhalle eine
Zwischenetage mit Gitterrosten ein und verbaute insgesamt 1.350 Tonnen Stahl.
Diese Stahlkonstruktion teilt den etwa sieben Meter hohen Raum, dessen Fläche
dadurch fast verdoppelt werden konnte. Die Zwischenetage fungiert als Arbeitsebene,
auf der die Kippschalensorter und Zuführbänder laufen sowie die
dreistufige Sicherheitskontrolle und die Gepäckspeicherung stattfindet,
bevor die Gepäckstücke über die Fördertechnik in der unteren
Ebene der Halle zum Abflug gebracht werden.
Durch die Konstruktion wird das Bruttogewicht des Bauwerkes
optimiert und der Raum der Gepäckhalle durch die Zwischendecke optimal
ausgenutzt.
Die Zwischenebene aus Gitterrosten wird von einer Stahlabhängung
getragen, die etwa alle drei bis vier Meter an der Decke der Gepäckhalle
befestigt. Die BAM Deutschland AG, das für den Rohbau bauausführende
Unternehmen, beauftragte die Deutsche Kahneisen Gesellschaft (DKG) mit der
Lieferung von JORDAHL® Ankerschienen JTA W 74/48 für
die Befestigung der Stahlabhängung.

Winkelkonstruktion und JORDAHL® Ankerschienen JTA
W 74/48 zur Befestigung der Abhängung der Zwischenebene der Gepäckförderanlage
(2)
Die Ankerschienen des Berliner Unternehmens wurden seitlich
in Unterzüge der Decke einbetoniert. In Verbindung mit JORDAHL® Schrauben
Typ JA garantieren sie eine optimale und formschlüssige Verbindung. Ein
Teil der Abhängung ist direkt an den Ankerschienen mittels einer Winkelkonstruktion
befestigt worden. An den Stellen, an denen dies durch die Gepäckförderanlage
nicht möglich war, wurde die Abhängung über eine Stahlkonstruktion
aus Doppel-T-Trägern an den Winkeln angeschraubt.
Die hohen dynamischen und statischen Lasten, die durch die Gepäckförderanlage
erzeugt werden, können sicher über Schiene und Anker in die Stahlbetonkonstruktion
des Gebäudes geleitet werden. Pro Abhänger müssen bis zu 60
kN Gebrauchslast sicher in die Stahlbetonkonstruktion der Gebäudehülle
eingeleitet werden. Christian Schneidawind, Projektleiter des Fluggastterminals
bei der BAM Deutschland AG, zum Einsatz der JORDAHL® Ankerschienen:
„Die Schienen übertragen die Lasten in die Bewehrung der Unterzüge.
Mit Dübeln hätten die Lasten wohl nicht abgetragen werden können.“
Die verwendeten Ankerschienen in den Längen von 400 bis
3.000 Millimetern wurden in der Werkstoffgüte 1.0038 (S235 JRG2) nach
DIN EN 10025 feuerverzinkt (Auflage ≥ 50 μm) ausgeführt
und besitzen einen Bemessungswiderstand von maximal 44,8 kN pro Schraube.
Die geforderten 60 kN Gebrauchslast werden durch die Winkelkonstruktion auf
zwei Schrauben verteilt.

Befestigung der Doppel-T-Träger an JORDAHL® Ankerschienen JTA
W 74/48 (1)
Die Montage und die Feinjustage der Winkel und Doppel-T-Träger
sind in Schienenlängsrichtung stufenlos möglich, so dass auch Bautoleranzen
problemlos ausgeglichen werden können. Alexander Jacobs, zuständiger
Projektleiter bei Vanderlande Industries, sieht den Vorteil vor allem in der
Flexibilität der Ankerschienen gegenüber Dübeln: „Mit
Ankerschienen können Aufhängepunkte flexibel nach links oder rechts
verschoben werden. Wenn später ein Förderer an einer anderen Stelle
oder auch zusätzlich montiert wird beziehungsweise die Fördertechnik
nachträglich einer erhöhten Sortierleistung angepasst wird, können
so Winkel und Abhänger einfach an einer anderen Stelle angebracht werden.
Das erleichtert uns wesentlich die Arbeit.“
Das warmgewalzte Profil der Ankerschienen ist bauaufsichtlich
unter der Nummer Z - 21.4 – 151 vom Deutschen Institut für Bautechnik
zugelassen und besitzt die Europäisch-Technische Zulassung (ETA 09/0338).
JORDAHL® Ankerschienen JTA W sind für dynamische Belastungen
zugelassen. Sie können zentrischen Zug, Schrägzug und Querzug aufnehmen.
Damit garantieren JORDAHL® Ankerschienen die optimale Befestigung
der Zwischendecke am neuen Hauptstadtflughafen.
Quelle:
1) BAM Deutschland AG
2, 3) Deutsche Kahneisen Gesellschaft mbH
Sonstige Neuheiten von Deutsche Kahneisen Gesellschaft |
| Datum | Beschreibung |
| 18. Aug 2011 | Altbausanierung mit effizientem Fassadensystem |
| 11. Apr 2011 | Flexible Medienträger an Brücken |
| 28. Feb 2011 | Erfolgreicher Start der neuen CE-konformen Bemessung von Ankerschienen |
| 5. Jan 2011 | Jetzt völlig neue Bemessung von Ankerschienen möglich |
| 1. Dez 2010 | Bewährte Technik in neuem Licht |
Sonstige Neuheiten von Deutsche Kahneisen Gesellschaft | |
Siehe auch:



