![]() Deutsche Kahneisen Gesellschaft > Lärmschutzeinhausung für die A1 Neuheiten Neue Produkte | Neue Redaktionsmeldungen | Referenzobjekte | Newsletter 20. Dez 2011 Lärmschutzeinhausung für die A1 |

Kostengünstiger als ein Tunnel und dennoch effektiv – die Lärmschutzeinhausung Lövenich an der A1 geht der Vollendung entgegen (1)
Die Autobahn A1 im Kölner Raum wird im Auftrag der nordrhein-westfälischen Straßenbauverwaltung seit dem Jahr 2000 auf sechs Spuren ausgebaut, die endgültige Fertigstellung ist für 2012/2013 geplant. Ausführendes Unternehmen ist die Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH.
Bei der Planung wurde auf den Lärmschutz der Anwohner besonderer Wert gelegt. Dazu wird die A1 bei Lövenich über eine Strecke von rund 1,5 Kilometern durch einen künstlichen Tunnel geführt.
Diese Lärmschutzeinhausung (LEH) ist mit einem Aufwand von rund 150 Mio. EUR kostengünstiger als ein konventioneller Tunnel. In die Einhausung integriert sind die Anschlussstelle Lövenich sowie fünf Brücken.
Die LEH besteht aus drei Betonwänden, die gewölbte Betonbinder tragen. Auf den insgesamt 384 Bogenbindern wird die 36.000 Quadratmeter messende Dachfläche aus Spezialglas montiert. „Die geforderte Präzision liegt bei der LEH Lövenich deutlich über den sonst im Betonbau üblichen Anforderungen“, erklärt Dipl.-Ing. Dirk Klarmann, bei der Bilfinger Berger Ingenierbau verantwortlich für das Gesamtprojekt. Die Dachbinder sind als Fertigteile konzipiert. Zur besseren Montage erhielten die Servicewegkragplatten Aussparungen von ca. 1,00 bis 1,20 m Breite. Bei einer Binderbreite von 40 bis 70 cm wird der fehlende Kragplattenbereich somit nach der Montage der Fertigteilbinder als Lücke in Ortbeton geschlossen.
Doppelschubdorne verhindern Differenzverformungen
Um Differenzverformungen vom Dachbinder zum Kragarm des Serviceweges zu vermeiden, ist der Kragarm mit einer Schubleiste und das Kragarmende mit dem JORDAHL Doppelschubdorn ausgestattet worden.
Die JORDAHL® Doppelschubdorne (JDSD) wurden Ende der 80-er Jahre von der Deutschen Kahneisen Gesellschaft mbh, Berlin, entwickelt. Sie gewährleisten eine Übertragung hoher Querkräfte zwischen den Betonbauteilen. Seitdem haben sich Doppelschubdorne international als vielseitig einsetzbare Lösung zur Querkraftübertragung über Bauwerksfugen bewährt. Der in der LEH Lövenich verwendetet Doppelschubdorn JDSD ist eine zweiteilige Querkraftverbindung, bestehend aus dem Dornelement und der Hülse (Gleitrohr).

JORDAHL® Doppelschubdorne gewährleisten die Übertragung hoher Querkräfte zwischen Betonbauteilen und können für Fugenöffnungen bis 60 Millimeter eingesetzt werden. (2)
Um die Dehnungen im Bauteil zu gewährleisten, kann sich das Dornpaar in Längsrichtung in der Hülse bewegen. Dieser Typ ist in verschiedenen Standardgrößen erhältlich. Er kann Bemessungswiderstände bis 996,5 kN aufnehmen und für Fugenöffnungen bis 60 mm angewendet werden.
„Die Schubdornlösung bot sich aufgrund der hohen vom Dachbinder in die Wand und Kragplatte zu übertragenden Querkräfte an, um Spannungsrisse zwischen Dachbinderansatz und Kragplattenanschluss zu vermeiden. Es handelt sich hierbei um biegesteife Rahmenecken,“ erklärt Dipl.-Ing. Norbert Heinker, 1. Bauleiter des Projektes bei Bilfinger Berger.
Hochpräzise Fertigung erlaubt größte Bewegungsfähigkeit
JORDAHL® Doppelschubdorne sind aufgrund der biegesteifen Konstruktion hochbelastbar und bauaufsichtlich zugelassen (Z-15.7-237). Sie lassen sich nur gering verformen und bewirken damit keine Sprengwirkung im Beton. Die JDSD-Schubdorne haben eine lange Lebensdauer durch ausgewählte Edelstahlwerkstoffe. Durch die hochpräzise Fertigung haben sie den Vorteil größter Bewegungsfähigkeit bei gleichmäßiger Kraftübertragung auf beide Dorne.
Wenn Ende 2012, Anfang 2013 die komplette Dachkonstruktion aufgebracht ist, wird sich die Lebensqualität der Autobahn-Anrainer deutlich steigern
Quellennachweis Bild 1 Landesbetrieb Straßenbau NRW
Quellennachweis Bild 2 , Deutsche Kahneisen Gesellschaft mbH
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