![]() Grohe > Neubau Rudolf-Harbig-Stadion: Fansache Neuheiten Neue Produkte | Neue Redaktionsmeldungen | Referenzobjekte | Newsletter 30. Jun 2010 Neubau Rudolf-Harbig-Stadion: Fansache |

Zum Neubau des Stadions durfte auch der Fanclub von SG Dynamo Dresden Ideen beisteuern. Das Ergebnis: Ein authentisches Stadion, das auch ohne Starallüren funktioniert.
Objekt | Neubau Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden |
Bauherr | HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH, Düsseldorf |
Architektur | Beyer Architekten, Rostock |
GROHE Produkte | WT Lineare, WT Controecon, THM Eurodice SE mit Selbstschluss |

Foto: Beyer Architekten, Rostock
Im Jahr 1991 gründete Martin Beyer das Architekturbüro Beyer Architekten in Rostock. Das Arbeitsspektrum reicht von städtebaulicher Bauleitplanung über Wohnungsbau, Bürogebäude und Gewerbebauten bis hin zu Sportbauten. In den letzten Jahren bearbeitete das Büro auch internationale Projekte, zum Beispiel eine Stadtentwicklungsplanung im Großraum von Lyon, Frankreich oder ein Fußballstadion in Lemberg, Ukraine.
Was ist das Besondere am Standort Lennéstraße in Dresden?
Fußball an der Lennéstraße, im Herzen der Stadt Dresden, hat eine lange Tradition. In Sichtweite zur unmittelbaren City mit der imposanten Silhouette der Frauenkirche und in Nachbarschaft zum Hygienemuseum, der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen sowie dem historischen Ensemble des Großen Gartens hat dieser Platz eine einmalige Lage im Weichbild der Stadt. In den vergangenen Jahrzenten feierten die Fußballer von Dynamo Dresden mit ihren Fans im alten Stadion große Erfolge. Die Fans haben mit sehr viel Herzblut darum gekämpft, dass auch das neue Dresdner Fußballstadion an diesem Platz errichtet wird. Letztlich hat der Stadtrat die notwendigen Beschlüsse dazu gefasst.

Die sichere An-und Abreise der Mannschaften erfolgt über Einfahrtschleusen, Foto: Beyer Architekten, Rostock
Wie lautete die Bauaufgabe für das neue Stadion?
Im Mittelpunkt der Konzipierung stand, im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung und eines PPP-Modells, ein kompaktes Stadion für ca. 32.000 Zuschauer zu schaffen. Das Stadion sollte den Anforderungen von FIFA und UEFA an internationale Wettbewerbe gerecht werden, den Emotionen des breiten Fanpotentials Rechnung tragen und gleichzeitig eine neue Qualität im Umgang mit den Sponsoren und Medien ermöglichen. All diesen Aspekten auf dem gegebenen Grundstück gerecht zu werden und das gesetzte Kostenlimit zu wahren, erforderte von allen Beteiligten ein hohes Maß an Kreativität und Aufgeschlossenheit zur Lösung der Bauaufgabe. Mit der Erteilung des Zuschlags der FIFA an die Stadt Dresden als Austragungsort der Frauen-Weltmeisterschaft im Jahre 2011, erfuhren diese Bemühungen Anerkennung.
Bitte erläutern Sie uns Ihr Entwurfskonzept.
Das Stadion wurde als Einrangstadion konzipiert. Es ging darum, eine stimmungsvolle, optimale Fußballarena zu schaffen mit ungehindertem Blick auch in der 38. Reihe. Dort steht oder sitzt der Zuschauer authentisch nah am Spielgeschehen. Dieser Kessel ist das Herzstück des Stadions, das von einem kuppelförmigen Dach gekrönt wird. Ein Blick in das größte Einrangstadion Deutschlands zeigt die Vielfältigkeit der Angebote an die Zuschauer. Im Spielbetrieb der Deutschen Fußballliga finden ca. 32.300 Zuschauer im Stadion Platz, davon rund ein Drittel in Stehplatzbereichen. Auf der Nordtribüne wurde der Stehplatzbereich für die Fans von Dynamo Dresden mit ca. 9.200 Plätzen angeordnet. Das ist die Hausmacht des Vereins, die der Mannschaft in jedem Spiel Rückhalt gibt. An diesen Stehplatzbereich angeschlossen ist eine Fankneipe, die nicht nur zu den Spielen geöffnet ist, sondern auch unter der Woche Treffpunkt der Fans ist. Das Pendant dazu bildet im Südostbereich des Stadions der Gästebereich mit einer Kapazität von ca. 3.200 Plätzen, davon rund 2.000 Stehplätze. Auf den übrigen Tribünen sind ausschließlich Sitzplätze angeordnet. Somit können vor allem auf der Westtribüne und der Südtribüne in Zukunft in verstärktem Maße auch Familien das Fußballevent genießen.
Auch an die Rollstuhlfahrer ist gedacht – sie sind auf einem gesonderten Balkon der Westtribüne platziert und haben 56 Aufstellflächen einschließlich der Plätze für ihre Begleiter. Die Zugänge für diese Besucher zu ihren Plätzen erfolgen über die umlaufende barrierefreie Stadionpromenade, die sowohl Kommunikations-, als auch Serviceebene mit WC-Anlagen und Kiosken ist.

Lageplan, M 1:2000
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Die Rückseite des Stadions wirkt durch die Betonpfeiler und stählerne Dachkonstruktion nüchtern.
Das Hauptgebäude erstreckt sich entlang der Lennéstraße vis-á-vis zur Parkanlage des Großen Gartens. Es hat eine gebäudehohe transparente Fassade. Hier befindet sich auch der Hauptzugangsbereich für Sportler, Offizielle, Presse und VIP 's.
In der Ebene 0 gelangt man von der Vorfahrt in den repräsentativen Empfangsbereich des Stadiongebäudes an den sich unmittelbar die Mixedzone sowie die Umkleidebereiche für die Teams, die Schiedsrichter, Offizielle und Trainer anschließen. Auch der Pressekonferenzraum sowie der Arbeitsbereich des Caterers sind auf dieser Ebene untergebracht.
Im Spielbetrieb erreichen die Spieler mit ihren Bussen sicher über eine geschützte Zufahrt nördlich und südlich des Hauptgebäudes über einen separaten Eingang ihre Umkleiden. Die VIP-Gäste gelangen über den Empfangsbereich des Stadions an der Lennéstraße ins Stadion.
Der Businessklub stellt eine Art Börse im Stadion dar und bietet allen Sponsoren und Interessierten über den Fußball hinaus optimale Bedingungen zum kommunikativen Austausch. In der Ebene 3 sind 18 Logen für jeweils elf Gäste vorgesehen. Der Bereich der Lennéstraße bietet auch für alle Fans außerhalb der Spiele die Möglichkeit, in einem Fanshop Merchandising-Artikel zu kaufen sowie Tickets für die Spiele zu erwerben.

FIFA und UEFA gerecht: Die Stufen der Stehplatztribüne sind so ausgebildet, dass sie als Sitzplatztribüne ausgebaut werden können. Foto: Beyer Architekten, Rostock

38 Reihen in einem Rang: Auch die Zuschauer auf den obersten Plätzen nehmen so hautnah am Spielgeschehen teil. Fotos: Beyer Architekten, Rostock

Die hellen Räume des Businessklubs können für verschiedene Veranstaltungen gebucht werden.

Farbige Sitze stellen in der Südkurve das Dynamo-Logo dar.
Für welche Nutzung eignet sich das Gebäude neben dem Sport?
Moderne Fußballstadien sind in der heutigen Zeit multifunktional nutzbar für die unterschiedlichsten Events. So können hier Rock- und Popkonzerte stattfinden als auch Public Viewing Veranstaltungen bis hin zu Kirchentagen. Der zweigeschossige VIP- Bereich wird bereits aktuell sehr rege für Konferenzen, Zusammenkünfte und auch gastronomische Events genutzt.
Die Sanitärbereiche sind an Spieltagen hohen Beanspruchungen ausgesetzt. Welche Anforderungen stellen Sie an die verwendeten Sanitärprodukte?
Richtigerweise heben Sie die hohen Beanspruchungen an die Sanitärprodukte in einem Fußballstadion hervor. Zunächst einmal ist das Wichtigste, dass die eingebauten Produkte zuverlässig funktionieren, bei aller Beanspruchung langlebig sind und auch einer wirtschaftlichen Beurteilung standhalten. Gerade diese Parameter bestimmen in einem wesentlichen Umfang die Betriebskosten für Reinigung, Wartung und Verbrauchskennziffern.
Warum haben Sie sich für Amaturen von GROHE entschieden?
Ich habe bereits im vorangegangenen Punkt auf die Auswahlkriterien für die Sanitärprodukte hingewiesen. Wir kennen die Produkte der Firma GROHE schon sehr lange und haben hohes Vertrauen in sie. Die Produkte zeichnen sich durch innovative Lösungen aus. Das Design überzeugt in Form und Funktion.
Technische Perfektion, Zuverlässigkeit und Geradlinigkeit gehören zu den wichtigsten Tugenden auf dem Spielfeld der SG Dynamo Dresden. Das gleiche gilt aber auch in den sanitären Einrichtungen. So liefern die Lineare-Armaturen sowohl in den Spielerkabinen als auch in den VIP-Bereichen das Wasser im „direkten Spiel“. Denn aufgrund der hochwertigen Kartuschen-Technologie mit GROHE SilkMove® ist die Steuerung des Wasserflusses absolut präzise, direkt und praktisch verschleißfrei.
Das minimalistische Design der Lineare verbindet den Zylinder des Armaturenkörpers mit dem Quader an Hebel und Auslauf. Die Kanten sind leicht gerundet und verleihen der Optik eine zeitgemäße Harmonie. Michael Huth, Leiter Objektmanagement GROHE, achtete in der Beratung nicht nur auf Formgebung, sondern insbesondere auf größtmögliche Funktionalität: „Natürlich sind Fußballspieler und -Fans auch Freunde der Ästhetik. Eine moderne Optik, die nicht allzu verspielt ist, passt hervorragend in das sportliche Ambiente des Traditionsclubs. Die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit im langfristigen Gebrauch ist ein ganz entscheidendes Kriterium für die Auswahl.“

Die GROHE Armaturen aus der Serie Lineare zeigen mit leicht gerundeten Kanten ein modernes Profil an den Waschtischen der Spielerkabinen sowie im VIP-Bereich.

In den Duschanlagen sorgen selbstschließende Eurodisc SE Armaturen schnell für Erfrischung.
Höchstleistungen bieten auch die selbstschließenden Armaturen in den Duschanlagen. Die Eurodisc SE liefert auf Knopfdruck schnell das Wasser in der voreingestellten Laufzeit – der Wasserfluss endet automatisch. Dabei können die Spieler die gewünschte Temperatur mit dem Thermostaten selbst einstellen.
Die GROHE TurboStat® Technologie hält die Temperatur zuverlässig konstant auf dem eingestellten Niveau. Selbst Druckschwankungen in den Leitungen, wenn zum Beispiel viele Spieler gleichzeitig Duschen möchten und entsprechend viel Wasser benötigt wird, werden in Bruchteilen von Sekunden ausgeglichen.
Hilfe für Ihr eigenes Projekt
Das GROHE Angebots- und Planungsservice-Team hilft Ihnen bei Planung, Kalkulation und Ausschreibungsbearbeitung Ihres eigenen Projekts.
Daten, die Sie bei der Planung anspruchsvoller Bäder unterstützen, sind unter www.mygrohe.de in verschiedenen Formaten erhältlich.
Sonstige Neuheiten von Grohe |
| Datum | Beschreibung |
| 6. Jun 2011 | Neubau der Medienbrücke München im GROHE Objektbericht 20 |
| 13. Apr 2011 | Architekturlösungen für das Gesundheitswesen im GROHE OBJEKTSPEZIAL |
| 27. Feb 2011 | Gold für das ICADE Premier Haus |
| 2. Dez 2010 | OpernTurm bereichert Frankfurter Skyline. Mit LEED-Gold zertifiziert. |
| 28. Okt 2010 | Vom Saatgutspeicher zum Forschungszentrum |
Sonstige Neuheiten von Grohe | |



