![]() Grohe > OpernTurm bereichert Frankfurter Skyline. Mit LEED-Gold zertifiziert. Neuheiten Neue Produkte | Neue Redaktionsmeldungen | Referenzobjekte | Newsletter 2. Dez 2010 OpernTurm bereichert Frankfurter Skyline. Mit LEED-Gold zertifiziert. |

Ein Turm aus Stein
Die Neugestaltung des Areals westlich des Opernplatzes bot für die Stadt Frankfurt am Main die einmalige Gelegenheit, diesem im 19. Jahrhundert repräsentativen Platz seinen ursprünglichen Charakter zurückzugeben.
Der Neubau des OpernTurms wurde durch das Büro Prof. Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt a. M. konzeptionelle entwickelt und geplant. Im Architekten-Interview schildert Prof. Christoph Mäckler interessante Details des spannenden Projektes.
Mit dem Abriss der 60er Jahre Hochhausbebauung aus Solitärbauten und Pavillons und dem Neubau des OpernTurms hat die Stadt Frankfurt die Chance, dem bedeutsamen und repräsentativen Platz wieder in seine ursprünglich einfassende Form zurückzuführen. Das großstädtische Ensemble ergab sich auch aus der einheitlichen, gelbbeigen Steinverkleidung der einzelnen Hausfassaden am Platz, in deren Mitte das Opernhaus aus gelbem Sandstein stand.
Alle Daten, das komplette Architekteninterview, Hintergründe und natürlich wertvolle Anregungen für Ihre eigene Planung! |

Die Blockrandbebauung des OpernTurms ergänzt die Bestandsgebäude am Opernplatz zu einem geschlossenen Raum (Foto: Klaus Helbig, Frankfurt a. M.)
Zum Konzept Architekt Prof. Christoph Mäckler: “Die Blockrandbebauung aus gelbem horizontal kanneliertem Naturstein, greift die Höhe und Materialität der ursprünglichen Bebauung auf. Sie ergänzt die bestehende Opernplatzbebauung und formuliert wieder einen zusammenhängenden Platzraum. Im Sinne des typisch städtischen Stilelements aus dem 19. Jahrhundert befinden sich in den zweigeschossigen Arkaden der Blockrandbebauung Läden und Gastronomie, womit die Westseite des Opernplatzes wieder ihre einstige Vitalität zurückgewinnt. In klassischer Form ist der Turm in einen Sockel mit einladender, viergeschossiger Eingangshalle, in einen Mittelteil mit Büronutzung und in einen markanten Kopf mit der „Stadtloggia“ unterteilt. Die Eingangshalle hat eine Höhe von 18 m und ist mit ihren Proportionen einmalig in Deutschland. Die vier tiefen vertikalen Einschnitte in der Kubatur verleihen dem Hochhaus seine elegante Silhouette.”

Vertikale Lisenen sorgen für eine konstruktive Verschattung und reduzieren, in Kombination mit einer hocheffizienten Fensterverglasung, den Solareintrag (Foto Klaus Helbig, Frankfurt a. M.)
Zu der gewählten Fassade äußert sich der Architekt: “Die Fassade des OpernTurms aus Naturmaterialien, ein heller portugiesischer Kalkstein, harmoniert mit der Alten Oper und der vorhandenen Randbebauung am Opernplatz.
Die Natursteinfassade verfügt über einen hohen Glasanteil. Die vertikale Ausrichtung der Fensterflächen bewirkt die Leichtigkeit und das Aufstrebende der Steinfassade. Die Außenhaut ist fein konturiert durch Lisenen, senkrecht auskragende Mauerstreifen zwischen den Fenstern. Sie sorgen für Schattenwurf und damit für eine plastische Wirkung der Hochhausfassade. Gleichzeitig wird die Fassade des Bauwerks damit um über 50 % geschlossen, was mit der hocheffizienten Verglasung den Energieeintrag reduziert und somit die Notwendigkeit des Einsatzes mechanischer Kühlung. Durch die Vorsprünge in der Fassade in Form von vertikalen Lisenen zwischen den Fenstern entsteht zudem eine konstruktive Verschattung.
Im Vergleich zu einer Ganzglasfassade spart die OpernTurm-Steinfassade daher 20 % Energie für die Kühlung einer Büroetage.”

Als eines der ersten Bürohochhäuser in Europa wurde der OpernTurm nach dem Umweltstandard LEED-Gold zertifiziert. (Foto: Thomas Eicken, Mühltal)
Wichtige Eckpunkte des Gesamtkonzeptes:
| • | Ausreichend Tageslicht und Steuerung des Lichteinfalles |
| • | Individuell schaltbare Beleuchtung und der Einsatz von energiesparenden Beleuchtungsmitteln |
| • | Nutzung von Fernwärme als ein Nebenprodukt der Stromerzeugung |
| • | Hybrid-Heiz-/Kühldecke kühlt nachts den Betonkern des Gebäudes und spart 30 % der Energie gegenüber konventionellen Kühldecken |
| • | Neuartige Kältemaschinen mit weniger Stromverbrauch, Nutzung von freier Kühlung im Winter. |
| • | Überwiegende Nutzung freier Fensterlüftung. Individuelle Steuerung der Zwangs-Be- und Entlüftung. |
| • | Das Klimakonzept der Lobby wurde durch CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) optimiert. |
| • | Wiederverwertung des Bauschuttes, Einsatz recycelter Werkstoffe, wiederverwendbarer Transportrahmen, Folien, usw. |
Stimmiges Ambiente und Harmonie auch in den Bädern
Die architektonischen Anforderungen nach einer durchgängigen gestalterischen Umsetzung der Raumausstattungen mit hellen Farben und Naturstein-Anmutungen löste das GROHE-Team vorbildlich.
Dazu GROHE Objektmanager Kurt Wolf: „Ein harmonisches Gesamtbild ergibt auch die Ausstattung der Sanitärräume. Klassische Linienführungen und schnörkelloses Design sind hier stimmig und sehr ausgewogen.“
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